Goldgelb blüht der Raps auf den Feldern, die Blüten der Obstbäumen leuchten strahlend weiß. In diesem Jahr blüht Vieles gleichzeitig mit den Obstbäumen und es herrscht ein vielfältiges Angebot an Nahrung für unsere fleißigen Bienen. Sie tragen an schönen warmen Tagen sehr viel Nektar ein und die Zargen wachsen zu hohen Türmen bis zur ersten Ernte im Mai.
Sobald der Raps blüht, ist es Zeit für uns, zu wandern. Dieses Jahr ging es mit 11 Völkern an den Raps nach Verrenberg. Hier stehen wir für 14 Tage und anschließend wandern die Völker nach Rot am See, in der Hoffnung, dass der Raps hier auch noch 7 – 10 Tage blüht und Nektar liefert. Alle anderen Völker bleiben an ihren Standorten und die Bienen sammeln unseren leckeren Frühlingblütenhonig.
Das vielfältige Angebot an Nektar, das Wachstum des Volks und die große Menge an Pollen verursacht bei den Bienen ein wachsendes Bedürfnis sich natürlich zu vermehren. Das bedeutet, dass die Völker, wenn sie groß genug sind, im Volk Schwarmzellen mit neuen Königinnen ziehen. Sobald die neue Königin geschlüpft ist, versammelt sie Jungbienen um sich und verlässt das Volk. Der Imker sagt dazu, das Volk ist geschwärmt.
Leider hat heutzutage ein natürlicher Schwarm sehr geringe Überlebenschancen in der Natur, da sehr wenig Höhlen und Nistlöcher vorhanden sind. Deswegen muss der Imker das Schwärmen der Bienen verhindern. Hierzu werden die Schwarmzellen gebrochen, so kann kein Schwarm entstehen. Dabei ist es erforderlich, dass der Imker sehr gründlich arbeitet, denn sobald nur eine Schwarmzelle übersehen wird, geht der Schwarm aus dem Volk ab und sucht sich ein neues Zuhause, in der Regel hängt er oft in der Nähe an einem Baum. Möglichst zeitnah kann der Imker, wenn er den Schwarm entdeckt, ihn noch einsammeln und in eine neue Bienenzarge umsiedeln. Dieses Jahr sind durch zwei neue Schwärme unsere Völkerzahlen um zwei gestiegen.
Ebenfalls wachsen die Anzahl der Bienen in unseren Mini Plus für die Vermehrung und Zucht. Darüber erfahrt ihr mehr im nächsten Blogeintrag.
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